Heimatverein Volkstedt e.V.

HV Volkstedt e. V.

Kultur

Kultur und Bildung

Kirche

Die schlicht eingerichtete Dorfkirche gehört der Volkstedter evangelischen Kirchengemeinde, wird aber auch von der katholischen Gemeinde genutzt. Sie ist den Aposteln Peter und Paul geweiht. Nach Jahren des Zerfalls wurde die Kirche 1830 neu aufgebaut. Dabei fand man unter der Altarplatte eine hölzerne Büchse, deren Deckel die Form einer Bischofsmütze hatte. In einer Hülse befand sich eine gut erhaltene Pergamentrolle, auf der geschrieben stand, dass im Jahre 1290 der Bischof Frederik Hennikhus von Flandern die Kirche geweiht hat. Seit 1995 wurden zahlreiche Reparaturen und Erneuerungen durchgeführt. Die Kirche ist heute sehr gut erhalten. Aus alter Zeit sind Teile des westlich liegenden Turmes, der durch mehrere Anker gehalten wird, erhalten geblieben. Zeugnisse aus der Romanik sind die Rundbögen im Turmgewölbe. Zwei wertvolle mittelalterliche Bronzeglocken hängen in einem schönen Bockstrebenstuhl aus Eiche.

Auf dem alten Friedhof unmittelbar an der Kirche stehen Grabsteine aus Sandstein aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie wurden wahrscheinlich von einem Bösenburger Steinmetzen angefertigt. Da der weiche Sandstein ungeschützt über die Jahrhunderte den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, verwittern die alten Inschriften und Symbole von Jahr zu Jahr mehr und sind kaum noch zu entziffern.


Denkmale

Traditionell hat die Gemeinde Volkstedt in der Vergangenheit ihrer Kriegsopfer durch das Errichten von Denkmälern an drei würdigen Orten gedacht. Auf dem alten Friedhof neben der Kirche befindet sich das Denkmal zur Erinnerung an die Befreiung von französischer Fremdherrschaft im Jahre 1813 durch Kosaken. Dieses Denkmal ließ der Heimatverein im Jahr 2013 restaurieren und im einem Festakt am 09. Juni 2013, anläßlich seines 10. Geburtstages, neu weihen.
Mitten im Dorf, dicht bei einer 150 Jahre alten Linde, steht das Denkmal, welches an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 erinnert.

Den Opfern des Ersten Weltkrieges von 1914-1918 wurde auf dem neuen Friedhof ein Denkmal mit den Namen der Gefallenen und Vermissten errichtet.

An die Kriegsopfer der letzten beiden Kriege erinnern auch große Gedenktafeln, die im Kirchenschiff aufgehängt sind.


Schule

Im Jahre 2000 wurde in Volkstedt der Schulbetrieb aufgegeben, weil die Schülerzahl zu gering war. Damit ging für das Dorf ein Stück Kulturgeschichte zu Ende. Volkstedter Kinder gehen jetzt in Eisleben zur Schule und verbringen demzufolge große Teile ihrer Freizeit nicht mehr im Ort.
Das Schulgebäude wird heute als Begegnungshaus von Vereinen und den Volkstedter Bürgern gern genutzt.

Kindergarten

Der Volkstedter Kindergarten – 1954 vom Mansfeld Kombinat „Wilhelm Pieck“ gebaut, hat sich in den über fünfzig Jahren seines Bestehens zu einem Schmuckstück entwickelt und wird heute auch von Kindern aus Nachbarorten besucht. Der Kindergarten „Volkstedter Zwerge“ liegt mitten im Ort, doch abseits vom Verkehr.

Kindergärtnerin Martina Schmidt mit Kindern des Volkstedter Kindergartens beim Festumzug zur Eröffnung des Eisleber Wiesenmarktes.

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